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Hilary Spurling: La Grande Therese – Die Geschichte eines Jahrhundertschwindels

Ich hab’s geahnt und wusst’s schon immer: „Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann“ (Mark Twain) – oder man erfindet sie einfach zur Gänze: 1856 in einem Dorf bei Toulouse geboren, stieg Thérèse Humbert später – obwohl anfangs völlig mittellos – für mehr als 20 Jahre zur ungekrönten Königin der feinen Pariser Gesellschaft auf. Mit einer erfundenen Korkeichen-Plantage, einer fiktiven portugiesischen Erbschaft und einem imaginären Schloss gelang es ihr, so glaubwürdig zu lügen, dass die gesamte High Society geradezu Schlange stand, um ihr ungeheure Kredite nachzuwerfen. So wurde sie nicht nur steinreich, sondern auch zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und so berühmt, dass „ihre Gästelisten in den Morgenausgaben der Tageszeitungen veröffentlicht“ wurden. Wie konnte ihr das glücken? Dieser Frage geht die preisgekrönte britische Biografin nach, die Thérèse Humbert eher zufällig entdeckte, als sie das Leben des Malers Henri Matisse erforschte. Denn: Als der Schwindel 1904 aufflog und Thérèse 1908 aus dem Gefängnis entlassen wurde, wollten alle Beteiligten die Affäre um Gier und Korruptheit so unauffällig wie möglich unter dem Teppich verschwinden lassen … Die atemberaubende Geschichte einer Hochstaplerin, die zeigt, dass sich seither nicht sehr viel geändert hat …. Kostenlos ausleihbar in der Stadtbücherei Garching.