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Christian Weisenborn: Liebe in Zeiten des Hochverrats – Tagebücher und Briefe aus dem Gefängnis 1942 – 1945. Es lesen in verteilten Rollen: Gabriele Malek und Lothar Stetz

Donnerstag, 6. Dezember 2018, Beginn 19.30 Uhr

Liebe gedeiht auch in Zeiten des Hochverrats – hinter Gittern, in Zuchthäusern, selbst im Angesicht des Galgens. Für Joy und Günther Weisenborn war sie eine Art Lebens-Mittel, das ihnen Zuversicht und Mut gab. Ihre Tagebücher und Briefe sind berührende Dokumente, die zeigen, wie zwei Gegner des Dritten Reiches die Endphase des Zweiten Weltkrieges überlebten.

Am 26. September 1942 wurden die Weisenborns verhaftet. Sie gehörten zum Freundeskreis um Harro Schulze-Boysen, der auf vielfältige Weise Widerstand leistete gegen den Nationalsozialismus. Die Gestapo rechnete ihn einer angeblich von Moskau gesteuerten Widerstandsgruppe zu, die sie auf den Namen “Rote Kapelle” taufte. In der Haftzeit schrieben sich der prominente Schriftsteller und seine Frau Briefe. So bewahrten sie sich ihr eigenes privates Reich, das sogar dem allmächtig scheinenden NS-Regime Grenzen setzte. Nach ihrer Entlassung im April 1943 führte Joy zudem ein Tagebuch, das hier erstmals veröffentlicht wird. Die sehr persönlichen Dokumente legen Zeugnis ab von einer großen Liebe und einer Gegenwelt, die sich – trotz Isolation und Todesangst – nicht unterkriegen ließ.

Regisseur Christian Weisenborn, Sohn von Joy und Günther Weisenborn und Herausgeber der Briefe, wird über den Widerstandskreis seiner Eltern sprechen und die Briefe zeitgeschichtlich einordnen. Christian Weisenborn hat 2017 einen vielbeachteten Dokumentarfilm “Die guten Feinde” über die Geschichte seines Vaters gedreht.

Eine Kooperation mit der  vhs nord

Donnerstag, 06.12.2018, 19.30 Uhr

Kostenlose Eintrittskarten an der Infotheke der

Stadtbücherei Garching,
Bürgerplatz 11
Tel. 089 / 320 89 211
www.stadtbuechereigarching.de