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Neue Musik im Sommer

Juli 2019: Die Musik ist so vielfältig und abwechslungsreich wie das Wetter;  interessant, inspirierend, ungewohnt …

Fernab der ausgetretenen Mainstream-Pfade findet Ihr eine Auswahl interessanter Neuerwerbungen hier:

 

Andreas Dorau: Das Wesentliche

“Andreas Dorau. Das ist derjenige Deutsch-Pop-Poet, der anno dazumal den ‘Neue Deutsche Welle’-Hit ‘Fred vom Jupiter’ landete. Seither hat er sich gewandelt, verändert, ist gewachsen … das Gespür für Witz und die gesungene Absurdität hat er sich erhalten. Andreas Dorau wagt ein simples wie geniales, vor allem aber längst überfälliges Experiment: Jeden Song reduzieren auf das, was alle hören wollen, die Zeilen zum Mitsingen, die uns tanzen lassen, die Hookline, den Ohrwurm; das Dazwischen, die Strophen, hat er einfach weggelassen. Die 15 Songs auf ‘Das Wesentliche’ sind ziemlich kurz und wirken dabei interessanterweise umso opulenter … Das ist witzig aber nicht albern, dezent abgedrehter, zeitlos guter Deutsch-Pop” (Pressetext).

Aurora: A Different Kind of Human – Step 2
“… weltweit begeistert die norwegische Ausnahmekünstlerin von Südamerika bis zum Nordkap. Der Erfolg ihres Debütalbums … im Jahr 2016 war überwältigend. Ihre Musik traf einen Nerv bei Außenseitern … und selbst im Mainstream, was ihr endlose Touren und TV-Auftritte bescherte … ‘A Different Kind Of Human (Step 2)’ komplettiert den zweiten Teil der Saga von Aurora Aksnes … lassen diese 11 Songs keinen Zweifel mehr daran, dass Aurora entweder erleuchtet oder schlichtweg außerirdisch ist” (Pressetext).

Jamie Cullum: Taller

»Auf der guten achten Studio-CD bleibt Jazziges am Klavier eher die Ausnahme, stattdessen stürzt sich der Engländer enthusiastisch in Funk à la Prince (›Usher‹), er lässt einen Gospelchor jubilieren (›Monster‹) und macht zum Soul-Sound eine gute Figur (›Taller‹).« (Stereo, August 2019)

Feine Sahne Fischfilet: Sturm und Dreck

“Mit “Sturm Und Dreck” veröffentlichen Feine Sahne Fischfilet ihr bisher stärkstes Album. Die LP erbringt den Beweis, dass geradliniger, bodenständiger Punk immer noch funktioniert und das Prädikat “zeitlos” verdient. ” (laut.de)

Kitty Hoff: Plot Point Sieben

»… ein sehr gelungenes Album, das erfreulich international groovt. Alles andere als Massenware.« (Audio, April 2016)

Marteria: Live im Ostseestadion

“Mit ‘Mein Rostock’ hat Marteria (d.i. Marten Laciny) seiner Heimatstadt 2014 eine große Hymne, eine leise Verbeugung und ein unendliches Dankeschön gewidmet. Vier Jahre später hat er sich endlich seinen Kindheitstraum erfüllt und am 1. September vor über 32.000 Menschen im vollends ausverkauften Ostseestadion ein Konzert gespielt dem Ort, an dem Marten schon als kleiner Junge seinem Verein Hansa Rostock zugejubelt hat. Das Heimspiel in der Hansestadt war nicht nur Marterias größte Headliner-Show ever, sondern auch die erste Stadion-Show eines deutschen Solo-HipHop-Künstlers überhaupt” (Pressetext).

Morrissey: California Son

“Statt eigener Kompositionen widmet sich der britische Kultindierocker und ehemalige Smiths-Sänger auf seinem neuen Album den Songs großer Vorbilder wie Bob Dylan, Phil Ochs und Roy Orbison, Joni Mitchell und Carly Simon” (Pressetext).

The National: I’m easy to find

Das achte Album der amerikanischen Indierockband. Zwei Besonderheiten prägen die Platte: Zum einen sind mehrere Gastsängerinnen mit dabei (Sharon Van Etten, Lisa Hannigan u.a.), zum anderen entstand das Werk (und ein parallel dazu produzierter Kurzfilm) unter der Leitung des Oscar-nominierten Filmregisseurs Mike Mills. Nach wie vor pflegen The National ihre melancholischen, schleppenden Songs, hier ab und zu mit Orchesterbegleitung.

Die Nerven: Fake

»Klare Post-Punk- und Noise-Visionen des wunderbaren Trios.« (Rolling Stone)

Ringsgwandl: Andacht und Radau

Auf seinem neuen Album legt der 70-jährige Liedermacher, Kabarettist und frühere Arzt noch einmal eine Schippe drauf. Mit jüngeren Mitmusikern und einem überaus zeitgemäßen Sound präsentiert er seine oft ätzenden Lieder mit Beschreibungen bizarrer Lebensumstände (“Digitales Proletariat”, “Mein Hund wird falsch ernährt”, “Wos is mit de Leit los?” …). Dabei legt er wie kaum ein anderer den Finger schonungslos in klaffende gesellschaftliche Wunden. Verpackt in beste Rock- und Bluesnummern sind seine Betrachtungen immer wieder zugleich unterhaltsam und aufreibend.

Trentemöller: Harbor Boat Trips Vol 2

“Auf der neuen ‘Harbour Boat Trips’ kuratiert und mischt Trentemøller 16 Songs zu einem faszinierenden, düsteren Mix, der von Shoegaze bis Electronica reicht! Inklusive bekannten und renommierten Künstlern wie A Place to Bury Strangers und Slowdive, bis hin zu obskuren Fundstücken … Trentemøllers Talent für herzzerreißende, melodische Momente und außergewöhnliche Produktionen, die mit seinem charakteristischen Sound irgendwo zwischen Indie und Elektronik verschmelzen, hat ihn als einen der angesehensten und beliebtesten Künstler seines Genres etabliert” (Pressetext).

White lies: Five

“Seit gut zehn Jahren spielen White Lies ihren vom New Wave beeinflussten Post-Punk … Die elegische Breite ihrer Songs, die Melancholie in Harry McVeighs Gesang, warme Melodien und eisiger Klang werden zu ihrem Markenzeichen … Dieses Jahr wagt das Trio den ersten Schritt auf seinem neuen Weg zum fünften Album ‘Five’. Wie stets haben White Lies ihren Klangraum erweitert und lassen neben den bewährten, breitwandigen Gitarren- und Synthiesounds genug Platz für Neues” (Pressetext).

Von Wegen Lisbeth: SweetLily93@hotmail.com

“Von Wegen Lisbeth bringen zwar mittlerweile problemlos die Konzerthallen von Kiel bis Freiburg zum Tanzen, klingen aber trotz Refrains, die einem wochenlang im Ohr bleiben, auch 2019 noch angenehm sperrig und dabei stets unverwechselbar. Auf dem neuen Album kümmert sich die Band … um die kleinen alltäglichen Momente ihrer Umgebung und sagt dabei dank pointierter Ironie trotzdem mehr über unsere Gesellschaft aus, als man manchmal wahrhaben möchte. Von Wegen Lisbeth erzählen von der unübersehbaren Gentrifizierung im Viertel, dem Döner an der Ecke und dem Schweigen, das manchmal lauter scheint als der Presslufthammer vor dem Fenster” (Pressetext).

Tua: Tua

“‘Tua’ ist eine Konzeptplatte im besten Sinne: Ein gereifter Mann und Musiker tritt seinem Ich von gestern entgegen – und begegnet dabei seinem Ich von heute. Die Songs des Albums sind lose chronologisch geordnet. Sie beginnen in der Siedlung und enden in Gedanken an die Ewigkeit. Vor allem aber spiegeln sie die großen, wiederkehrenden Themen in Tuas Leben. Exzess und Eskapismus, die Sehnsucht nach dem Weiterkommen, das Verhältnis zur eigenen Künstlerpersönlichkeit … Tua ist ein Star mit Anti-Gen, ein Soundgrübler mit Inspirationen weit abseits des Mainstreams. Dennoch besitzt er die Gabe, Worte und Melodien zu finden, die zigtausende Menschen tief berühren” (Pressetext).